Wie sehen Sie die Kirche im Bistum Regensburg 2034?
Die schönsten Antworten werden wir anonymisiert auf dieser Website veröffentlichen.
Pastorale Entwicklung 2034:
Ihre Fragen – unsere Antworten
Was ist die Pastorale Entwicklung 2034?
Die Pastorale Entwicklung 2034 ist der gemeinsame Zukunftsprozess des Bistums Regensburg. Ziel ist es, die Kirche von Regensburg unter veränderten gesellschaftlichen, personellen und finanziellen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln.
Dabei gilt: Zuerst sichtbar machen, was bereits da ist, dann vernetzen und im dritten Schritt gemeinsam weiterentwickeln. So soll die Kirche auch künftig ihren Auftrag erfüllen: den Glauben leben, Menschen begleiten und nah bei den Menschen sein. Die PE34 versteht sich deshalb nicht zuerst als Strukturprozess, sondern als geistlicher und pastoraler Entwicklungsweg.
Ist PE34 vor allem ein Sparprogramm?
Nein. Die Pastorale Entwicklung 2034 ist ausdrücklich kein Sparprogramm und keine reine Verwaltungsreform. Natürlich spielen Strukturen, Ressourcen, Immobilien und Finanzen eine Rolle. Sie stehen aber nicht am Anfang.
Der zentrale Grundsatz lautet: Nicht die Strukturen bestimmen die Pastoral, sondern die Pastoral gibt die Richtung vor. Organisation, Verwaltung, Gebäude und Finanzen sollen dem pastoralen Auftrag dienen.
Was bedeutet das Leitwort „Weil Zukunft Glauben braucht“?
Das Leitwort beschreibt die geistliche Haltung des Prozesses. Es ist mehr als ein Motto oder Werbeslogan. Es sagt: Die Zukunft der Kirche wird nicht allein aus Prognosen, Konzepten oder Organisationsmodellen gestaltet, sondern aus dem Vertrauen auf Jesus Christus.
Die Pastorale Entwicklung will deshalb nicht aus Angst vor Veränderung handeln, sondern aus Hoffnung und Glauben.
Was bleibt – und was kann sich verändern?
Es geht nicht darum, Bewährtes leichtfertig aufzugeben. Die Pastorale Entwicklung will wertschätzen, was trägt, und zugleich offen sein für das, was neu wachsen muss.
Verändern können sich zum Beispiel Formen der Zusammenarbeit, Zuständigkeiten, Abläufe oder der Umgang mit Gebäuden und Ressourcen. Der Maßstab bleibt aber immer der pastorale Auftrag der Kirche.
Stehen die Ergebnisse schon fest?
Nein. Viele Grundlagen wurden bereits erarbeitet, aber der Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Die Pastorale Entwicklung ist bewusst als Lern- und Gestaltungsprozess angelegt.
Gerade die Pilotdekanate Landshut und Tirschenreuth-Wunsiedel sollen Erfahrungen sammeln, Rückmeldungen geben und helfen, tragfähige Lösungen für das ganze Bistum zu entwickeln.
Was passiert in den Pilotdekanaten?
Ab Juli 2026 beginnt die intensive Arbeit in den Pilotdekanaten Landshut und Tirschenreuth–Wunsiedel. Dort werden neue Wege erprobt, Erfahrungen gesammelt und Rückmeldungen gewonnen. Der gemeinsame Auftakt mit den Hauptamtlichen Mitarbeitenden findet Ende September / Anfang Oktober statt.
Die beiden Dekanate setzen keine fertigen Konzepte um. Sie leisten Erprobungs- und Pionierarbeit für das gesamte Bistum. Ihre Erfahrungen sollen helfen, den weiteren Weg verantwortungsvoll zu gestalten.
Wer arbeitet an der Pastoralen Entwicklung mit?
An PE34 wirken verschiedene Gruppen mit: die Programmleitung, drei Teilprojekte, pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Verantwortliche aus Struktur, Immobilien und Finanzen, Haupt- und Ehrenamtliche sowie die Pilotdekanate.
Die drei Teilprojekte beschäftigen sich mit Pastoral, Struktur sowie Immobilien und Finanzen. Dabei soll die pastorale Perspektive den Orientierungsrahmen für alle weiteren Überlegungen bilden.
Wie ist Bischof Rudolf in den Prozess eingebunden?
Bischof Dr. Rudolf Voderholzer begleitet die Pastorale Entwicklung 2034 kontinuierlich. Er wird regelmäßig über den Fortschritt informiert, bringt geistliche und pastorale Impulse ein und unterstützt den gemeinsamen Entwicklungsprozess. Seine Begleitung macht deutlich: PE34 ist ein Zukunftsweg des ganzen Bistums und wird von ihm ausdrücklich mitgetragen.
Wer entscheidet am Ende?
Die Teilprojekte und Beteiligten erarbeiten Grundlagen, Modelle und Vorschläge. Diese werden beraten, geprüft und weiterentwickelt. Entscheidungen fallen nicht beliebig oder spontan, sondern in Verantwortung für das ganze Bistum und in Abstimmung mit den zuständigen Gremien und Verantwortlichen.
Dabei gilt: Beteiligung bedeutet, Erfahrungen und Perspektiven einzubringen. Sie bedeutet aber nicht, dass jede einzelne Erwartung unmittelbar umgesetzt werden kann.
Wird PE34 Auswirkungen auf meine Pfarrei haben?
Voraussichtlich ja, aber nicht überall auf dieselbe Weise und nicht von heute auf morgen. Jede Region hat eigene Voraussetzungen, Stärken und Herausforderungen.
Ziel ist nicht, kirchliches Leben vor Ort zu schwächen, sondern Zusammenarbeit zu stärken, Verantwortung zu klären und Pastoral unter veränderten Bedingungen möglich zu machen. Konkrete Auswirkungen werden Schritt für Schritt entwickelt und kommuniziert.
Was passiert mit Kirchen, Pfarrheimen und anderen Gebäuden?
Das Thema Immobilien wird im eigenen Teilprojekt bearbeitet. Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Gebäudebestand des Bistums. Dabei sollen pastoraler Auftrag, wirtschaftliche Tragfähigkeit und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen gemeinsam betrachtet werden.
Es geht also nicht um pauschale Entscheidungen, sondern um tragfähige Lösungen, die dem kirchlichen Leben dienen.
Was bedeutet „synodal“ in diesem Prozess?
Synodal bedeutet: gemeinsam unterwegs sein, zuhören, unterscheiden und Verantwortung tragen. Es heißt nicht, dass jeder Wunsch erfüllt werden kann. Es heißt aber, dass Erfahrungen, Fragen, Sorgen, Ideen und Kritik ernst genommen werden.
PE34 versteht sich in diesem Sinn als gemeinsamer Weg, der vom Dialog lebt.
Wie kann ich mich einbringen?
Sie können Fragen stellen, Erfahrungen teilen, Ideen einbringen und konstruktive Kritik äußern. Das Bistum lädt ausdrücklich dazu ein, sich zu beteiligen.
Rückmeldungen sind über die E-Mail-Adresse pe34@bistum-regensburg.de möglich. Außerdem sollen Informationen, Materialien und Arbeitshilfen auf digitalen Plattformen bereitgestellt werden.
Muss ich Angst vor der Pastoralen Entwicklung haben?
Veränderungen können verunsichern. Das ist verständlich. PE34 möchte diese Sorgen nicht übergehen, sondern durch Information, Beteiligung und Dialog ernst nehmen. Gerne sind wir auch bei Fragen und Sorgen über die E-Mail-Adresse pe34@bistum-regensburg.de erreichbar.
